der perfekte Tag auf Saint Maarten

Kennst du das? Manchmal machst du Sachen, von denen du weißt das sie blöd sind. Du machst es aber trotzdem?

So geschehen auf Saint Maarten. Ohne Sonnencreme auf einem Boot in der Sonne sitzen? Ja klaaar…

Frühstücke wie ein Kaiser. Und so.

Der Tag begann sehr entspannt: mit einem Kaffee hatten wir uns ein nettes Plätzchen auf Deck 7 gesucht. Hier saßen wir in der Sonne und sahen dem Einlaufen zu. Danach frühstückten wir draußen mit Blick auf das karibische Meer.

Frische Früchte, leckerer Kaffee und Eier mit Speck. So lässt es sich aushalten.

Buffetrestaurnt NCL Spirit

Über Tripadvisor hatte ich vorab eine Speedboottour mit Captain Bob gefunden und auch direkt gebucht. Hier geht es zu Captain Bob.

Der Preis war nicht unbedingt günstig, aber die vielen guten Bewertungen hatten mich überzeugt. Das und die Tatsache, dass an Bord noch maximal acht weitere Menschen sein werden.

Also kein Massentourismus 😉

Dafür bezahlten wir dann auch gerne die 109$ pro Person. Für Sparfüchse: ihr könnt euch natürlich auch für 50$ auf einem „Piratenschiff“ mit mindestens 100 weiteren Touristen um einen Sitzplatz streiten 😉

Für uns war es so perfekt.

Im Preis inbegriffen ist sowohl das Mittagessen (lecker!!!) also auch sämtliche Getränke an Bord.

Und denkt auf jeden Fall an die Sonnencreme. Und noch viel wichtiger: benutzt sie auch. Ein Foto von den Folgen, falls ihr das nicht beherzigt, findet ihr weiter unten…

Direkt nach der Buchung haben wir von Captain Bob eine sehr ausführliche Beschreibung erhalten, wie wir zu dem Anleger kommen. Laut dem Zettel waren das 15 Minuten zu Fuß.

Alternativ kannst du auch ein Taxi nehmen. Diese stehen direkt vor dem Kreuzfahrtschiff. Wenn du Geld sparen musst/möchtest, kannst du auch einfach 20m weiter gehen und das Hafengelände verlassen. Davor stehen weitere Taxis, die die Gebühren für das Hafengelände nicht zahlen (möchten) und entsprechend günstiger sind.

Wir sind also zu Fuß gegangen. 15 Minuten kommen hin, wir haben auch alles gut gefunden und wurden am Anleger von dem super freundlichen Captain Bob und seinem Hund begrüßt. Captain Bob ist Niederländer, der vor langer Zeit ausgewandert ist.

Die Welt ist ein Dorf

Wie das so ist, kommt man dann auch mit den anderen Teilnehmern ins Gespräch. Vor allem wenn es Amis sind. Du musst schon sehr introvertiert sein, um hier keinen Kontakt zu bekommen 😉

Und es ist einfach unfassbar, wie klein die Welt ist: ein Pärchen aus New York war auch dabei. Wie sich dann herausstellte, hat sie auch lange Zeit in Köln gelebt und ist dann mit ihren Eltern in die USA ausgewandert.

Gesprächsstoff war also ausreichend vorhanden 😉

So tauschten wir also unser Kreuzfahrtschiff gegen ein Speedboot und bretterten los.

Unser Skipper für heute war nicht Captain Bob sondern sein mutmaßlicher Sohn Brad. Zumindest hat er sich so vorgestellt. Ob er das aber tatsächlich war oder nur Seemannsgarn, ist unklar.

Sehr professionell war er jedenfalls. Ich hatte zu keiner Zeit Angst. Und ich bin eigentlich nicht so für a) schnelle Fortbewegungsmittel und b) Fortbewegungsmittel, die ich nicht selbst fahre 😉

Durch den Hafen, vorbei ans unserer Spirit, fuhren wir in Richtung offenes Meer. Wir hielten uns jedoch immer an der Küste und konnten uns ganz dem Geschwindigkeitsrausch hingeben.

Sppedboot Soualiga Tours Saint Maarten

Wir hatten echt richtig viel Spaß auf der Tour. Die Sonne schien, wir hatten ein kaltes Bier in der Hand, im Hintergrund lief Raggae Musik.

Der Mix aus Sightseeing Infos vom Skipper und einfach nur genießen war auch optimal.

Als wir dann auch noch mit Schildkröten schnorcheln durften, war ich wunschlos glücklich.

Genau deswegen reisen wir doch, oder? Um diesen einen perfekten Moment zu finden. Um ihn festzuhalten, mit uns rumzutragen und bei Bedarf immer wieder rauszuholen.

Veranstalter mit Gewissen

(Gute) Schnorchelausrüstung wird gestellt, sogar in verschiedenen Größen. Die angefahrenen Schnorchelpätze sind toll ausgesucht. Brad hat zu jedem Platz etwas erklärt. Welche Fische hier zu sehen sind, wie wir uns zu verhalten haben etc.

Lobenswert ist übrigens an dieser Stelle zu erwähnen, dass sich alle vorbildlich benommen haben. Es ist niemand auf Korallen getreten, die Schildkröten wurden nicht gestreichelt und der Müll ist auch nicht im Meer gelandet.

Wir waren mit maximal zwei anderen (privaten) Booten vor Ort, also auch hier keine weiteren Tourimassen.

Nach dem ersten Schnorchelstopp fuhren wir zum Yellow Beach. Dieser liegt auf einer kleinen Insel (Îlet de Pinel). Hier gibt es Liegestühle, eine Beachbar und andere Menschen 😉

Yellow Beach Saint MaartenYellow Beach Saint Maarten

Der Strand liegt ca. 800m vor der Nordküste Saint Maartens und ist nur mit einem Boot zu erreichen. Diese liegen dann sehr idyllisch dort vor Anker. Um an Land zu gehen musst du schwimmen. Aber: nasses Geld wird akzeptiert 😉

Aus diesem Grund gibt es leider auch kaum Fotos von der Insel und gar keine von auf der Insel. Wir haben uns im nachhinaus ein bisschen geärgert, dass wir keine wasserdichte Hülle mitgenommen haben. Auf der Insel leben nämlich diverse (große) Leguane!!

Aber dafür gibt es ein nettes Foto von meinem Sonnenbrand 😀 Also immer schön eincremen.

Sonnenbrand Saint Maarten

Wir haben nämlich überhaupt nicht dran gedacht, dass es eventuell Sinn macht, sich auch den Rücken einzucremen. Beim Schnorcheln in der Sonne und so…

Aber zurück zu etwas erfreulichem: Gegen Mittag ankerten wir an einem weiteren tollen Strand in Grand Case.

Hier gab es Essen. Nach zwei Schnorchelausflügen knurrte uns auch allen mächtig der Magen.

Wir konnten vorher zwischen drei Gerichten wählen: Spareribs, Fisch oder Hühnchen. Egal was du nimmst, es ist suuuper lecker!

Grand Case Strand Saint Maarten

Auch hier mussten wir wieder durchs Wasser waten, deswegen keine Fotos vom Restaurant. Oder vom Schiff. Die Getränke beim Essen sind nicht inklusive, die Preise aber echt okay (wet money akzeptiert) und du kannst sogar mit Kreditkarte zahlen. Falls du mal da bist: das Restaurant ist das rechts neben dem mit den Menschen von den anderen Bootstouren 😉

Maho Beach – der mit den Flugzeugen

Zurück ging es dann vorbei an den Strandvillen der Reichen und Schönen inklusive lustigen Anekdoten. Auch ein Stopp am weltbekannten Maho Beach gehört dazu 😉 Die Bilder von Flugzeugen, die direkt über den Strand fliegen, kennst du bestimmt. Ich habe nämlich keine gemacht.

Wir hatten nicht so viel Glück uns sahen nur zwei kleinere Propellermaschinen. Der Ehemann war trotzdem zufrieden 😉 Mich hat das ganze jetzt nicht sooo interessiert, auch wenn ich auf dem Foto Ausschau halte. Hier hatte ich dann übrigens auch bemerkt, dass die Sonne scheint und mir mal was drüber gezogen.

Aber der Flughafen gehört doch irgendwie zu einem Besuch auf  Saint Maarten dazu.

Maho Beach ohne Flugzeug

Und dann war es auch schon Zeit, zurück zu fahren.

Nach einer ziemliche coolen Einlage vor der Spirit machten wir wieder am Hafen fest, verabschiedeten uns von unseren neuen Bekannten, drückten Brad noch ein Trinkgeld in die Hand und komplettierten unseren Sonnebrand beim Fußweg zurück zu unserem Schiff.

Müde, vebrannt aber vollkommen zufrieden guckten wir uns das Auslaufen auf unserem Lieblingsplatz an. Natürlich mit einem Bierchen in der Hand.

Cheers.

 

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der eine perfekte Tag auf Saint Maarten – Tag 7

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