Madiera die Blumeninsel

Nach sechs Seetagen, während denen die Temperatur täglich sank, fieberten wir alle am letzten Abend unserem nächsten Hafen entgegen: Madeira.

Man spürte bereits am Abend vorher eine geschäftige Betriebsamkeit auf dem Schiff. Nun freute sich doch jeder, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Wir begannen den Tag mal wieder ganz entspannt – und früh. Wollten wir doch das Einlaufen miterleben. Mit einem Kaffee saßen wir also wieder auf Deck 7 und bewunderten den Sonnenaufgang über Madeira.

Hafen Funchal

Hfen Funchal Lichter

Hfen Funchal NCL Spirit

Für den heutigen Tag hatten wir vorab einen Ausflug gebucht. Mit Manuels Inselführungen. Falls du jemals auf Madeira bist: mache auf jeden Fall eine Tour mit Manuel! Link findest du hier.

Es war einfach unbeschreiblich toll. Manuel weiß unfassbar viel über Madeira und sämtliche dort wachsenden Pflanzen und Blumen. Je nach Wetter machst du die West- oder Osttour, das wird spontan vor Ort entschieden.

Es gibt keinen Halt an irgendwelchen Lederfabriken oder sonstige Verkaufsveranstaltungen.

Manuel hat sich selbst deutsch beigebracht und spricht dieses fast perfekt.

Pünktlich um 09:00 Uhr wurden wir direkt am Hafen abgeholt und stoppten das erste Mal oberhalb von Funchal, mit Blick auf den Hafen. Hier gab es erste Infos zu Madeira an sich und unserer weiteren Tour.

Blick auf den Hafen Funchal

Es folgte eine ideale Mischung aus Hintergrundinfos und Stopps an interessanten Orten. Schwerpunkt waren aber definitiv die Blumen. Ich glaube, erst wenn man einmal vor Ort war, weiß man, warum Madeira die Blumeninsel heißt.

Ja klar, da wachsen viele Blumen. Aber wie viele es dann tatsächlich sind, ist echt krass. Blumen, die bei uns als schwierige Zimmerpflanzen gelten, wachsen da einfach so am Straßenrand. Gut, bei mir sind sowieso alle Pflanzen schwierig. Aber Kapuzinerkresse als Hecke, Callas wildwachsend an Klippen.

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Blumen Madeira

Blumen Madeira

Blumen Madeira

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Gegen Mittag hielten ganz oben auf einem Berg an einem kleinen Restaurant und aßen eine madeirische Spezialität. Es gab „Bolo do Caco“, eine Art Fladenbrot mit Rindfleischstücken. Dazu einen frisch angerührten Poncha – ein echt leckeres Getränk aus Zuckerrohrschnaps und Zuckerrohrhonig.

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Womit wir beim Thema wären: auf der Insel wird Zuckerrohr angebaut. Es war natürlich Pflicht, eine Zuckerrohrfabrik zu besichtigen. Hier wird noch alles von Hand erledigt. Draußen stapelten sich die Zuckerrohre. Übrigens ohne Eintritt, verkaufen wollte die Fabrik auch nichts. Wir durften aber frisches Zuckerrohr probieren.

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Gegen Ende des Ausflugs fing es leider an zu regnen, wir hätten sonst noch etwas durch Funchal, die Hauptstadt bummeln können. Alternativ auch mit den berühmten Korbschlitten die steilen Straßen der Altstadt runterdüsen. Wir haben auf beides verzichtet und uns noch einen Vorort von Funchal angeguckt. Den ganzen Tag über merkten wir übrigens die vergangenen Seetage – sobald wir ruhig standen, schwankte der Boden. Landkrank nennt man das 😀

Und wie im Flug war der Ausflug vorbei.

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Ein Tag auf der Blumeninsel Madeira

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